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Geschichte der Grünen Kanton Bern

Vor dem Föderationsentscheid im Mai 2006 haben das Grüne Bündnis und die Grüne Freie Liste als unabhängige Parteien im Kanton politisiert. Hier ein kurzer Abriss ihrer Entwicklung:

Geschichte der Grünen Freien Liste (GFL)

  • 1983 Auf einer sogenannt „freien“ Liste bewerben sich 29 Kandidierende für den Nationalrat und gewinnen einen Sitz. Die Kandidierenden formieren sich um die vormals freisinnige Grossrätin Leni Robert, die bei der FDP in Ungnade gefallen ist, nachdem sie öffentlich einen Polizeieinsatz kritisiert hatte.
  • 1986 11 Mandate im Grossen Rat und zwei Sitze im Regierungsrat: Leni Robert und Benjamin Hofstetter sind die ersten grünen Exponenten in einer kantonalen Exekutive. Ein Finanzskandal mit unrechtmässig verwendeten Lotterie- und Fondsgeldern schafft die Voraussetzung für diesen Wahlerfolg.
  • 1987 Drei Mandate im Nationalrat.
  • 1991 Ein vierter Sitz im Nationalrat kommt hinzu. Die Freie Liste fusioniert mit der städtischen Gruppierung „Junges Bern“ (JB). Mani Matter und Klaus Schädelin waren wohl die bekanntesten Mitglieder des JB.
  • 1992 Das Rot-Grüne-Mitte-Bündnis gewinnt die Mehrheit im Stadtparlament und in der Regierung.
  • 1995 Drei von vier Mandaten im Nationalrat gehen verloren. Ruedi Baumann bleibt während zwei Legislaturen einziger grüner Vertreter.
  • 1997 Umbenennung in Grüne Freie Liste (GFL).
  • 2000 Die GFL verliert ihr Mandat in der Stadtregierung an die SP.
  • 2004 Verdoppelung der Sitzzahl auf zehn im Berner Stadtrat. Der GFL-Kandidat Alec von Graffenried verpasst die Wahl in die Stadtregierung ganz knapp. Der Sitz geht mit sechs Stimmen Vorsprung definitv an Regula Rytz vom Grünen Bündnis (GB), nachdem das Bundesgericht eine Nachzählung angeordnet hatte.
  • 2006 Grosserfolg bei der Grossrats- und Regierungsratswahl: Trotz Verkleinerung der Sitzzahl im Grossen Rat von 200 auf 160, gewinnt die GFL zusätzliche vier Sitze und stellt damit zusammen mit dem GB 19 Mandate. Bernhard Pulver gelingt der Sprung in den Regierungsrat. Damit gehören die Grünen zusammen mit der SP neu einer rot-grünen Mehrheit an. Die Mitglieder der GFL beschliessen über eine Urabstimmung die Föderation mit dem GB.

Geschichte des Grünen Bündnis (GB)

  • 1987 Gründungsversammlung mit Mitgliedern der POCH-Grüne, Sozialistische Arbeiter Partei (SAP), Partei der Arbeit (PdA) und Demokratischen Alternative (DA). Der Nationalratssitz von Barbara Gurtner (POCH) geht in den Wahlen verloren
  • 1988 Wahlerfolg in der Stadt Bern: Vier Sitzen gehen an das GB, das damit Fraktionsstärke erreicht.
  • 1990 Drei Mandate für den Grossen Rat.
  • 1991 Erneut misslingt der Sprung ins nationale Parlament. Das GB bleibt vorerst lokale Kraft.
  • 1992 Therese Frösch wird in den Gemeinderat der Stadt Bern gewählt und verschafft der Partei das erste Exekutivamt. Im Stadtrat erlangt das GB sechs Sitze.
  • 1994 In den Grossratswahlen kommen zwei weitere Sitze dazu, total fünf.
  • 1995 Franziska Teuscher zieht für das GB in den Nationalrat ein.
  • 1996 Therese Frösch wird als Gemeinderätin bestätigt, im Stadtrat kommt ein weiterer Sitz hinzu.
  • 2003 Therese Frösch gelingt den Sprung in den Nationalrat
  • 2006 Das GB kann seine fünf Mandate im Grossrat halten und bildet zusammen mit der GFL die Grüne Fraktion. An der Mitgliederversammlung beschliesst das GB die Föderation mit der GFL.