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12.11.09

Grüne machen mit der Initiative Bern erneuerbar Druck für das Energiegesetz

Die Grünen Kanton Bern haben heute 17‘404 beglaubigte Unterschriften für die Initiative Bern erneuerbar eingereicht. Für die Grünen Kanton Bern ist dies ein riesiger Erfolg, beweisen sie doch damit ihre Initiativfähigkeit. Die Herkunft der Unterschriften aus dem ganzen Kanton zeigt auf, dass Bern erneuerbar über eine breit abgestützte Akzeptanz verfügt.

An einer Medienkonferenz konnten die Grünen Kanton Bern über den Erfolg der Initiative Bern erneuerbar informieren. Im ganzen Kanton wurden für das Anliegen der Initiative Unterschriften gesammelt und im ganzen Kanton haben die Leute unterschrieben (s. Tabelle im Anhang).

Die Initiative Bern erneuerbar ist in zweifacher Hinsicht ein Erfolg
Blaise Kropf, Grossrat und Präsident der Grünen Kanton Bern, legte dar, dass im Kanton Bern in energiepolitischer Hinsicht zu lange zu wenig gelaufen ist. Der Grosse Rat hat mit seiner Verzögerungstaktik während Jahren Fortschritte verhindert. Die Initiative Bern erneuerbar ist darum in energiepolitischer Hinsicht ein grosser Erfolg. Sie ist aber auch für die Grünen Kanton Bern ein Erfolg. Mit dem Zustandekommen der Initiative haben die Grünen bewiesen, dass sie initiativfähig sind, dass sie über die notwendigen Strukturen und vor allem über die nötige Zahl an engagierten und aktiven Mitglieder und Sympathisierenden verfügen, um ein solches Projekt zum Erfolg zu tragen.

Die Initiative Bern erneuerbar ist weiterhin dringend nötig

Rita Haudenschild, Grossrätin Grüne, führte an der Medienkonferenz aus, dass im neuen Energiegesetz (welches nächste Woche im Grossen Rat beraten wird) wichtige Massnahmen festgehalten sind, um die Energie effizienter zu nutzen. Von der vorberatenden Grossratskommission wurden aber die Bestimmungen, die eine konsequente Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien ermöglichen würden, bereits wieder gestrichen. Dies, obwohl die Grundlagen zeigen, dass der Kanton Bern seinen Energiebedarf längerfristig vollständig mit erneuerbaren Energien decken kann. Die Initiative Bern erneuerbar soll deshalb in der anstehenden Grossratsdebatte Druck machen für ein starkes Energiegesetz. Ein Energiegesetz, das Fortschritte ermöglicht statt diese zu verhindern und eine Gesetz, das hilft, die Zielsetzungen der Energiestrategie des Kantons Bern umzusetzen und damit einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz zu leisten.

Dank der Initiative Energieeffizienz fördern
Thomas Mathis von der Greenpeace Regionalgruppe Bern zeigte anhand von Beispielen auf, dass es dringend konkrete Massnahmen für mehr Energieeffizienz braucht: Wenn alle Elektrospeicherheizungen der Schweiz während einer eisigen Januarnacht auf Hochtouren laufen, müssten alle fünf Schweizer AKW nahezu ausschliesslich für diese Elektroheizungen arbeiten. Weiter erläuterte er, weshalb der Stromimport für die Versorgung von Elektrospeicherheizungen mit einem grossen CO2-Aussstoss verbunden ist. Diese Heizsysteme und andere unnötigen Stromfresser zu sanieren und zu ersetzen, ist ein Ziel, das sowohl der regierungsrätliche Vorschlag zum Energiegesetz als auch die Initiative Bern erneuerbar verlangen.

Die Grünen Kanton Bern wollen mit der Initiative Bern erneuerbar dazu beitragen, dass in der Energiepolitik im Kanton Bern endlich neue Wege eingeschlagen werden. Davon profitieren würde nicht nur das Klima, sondern auch das Gewerbe, mittelständische Betriebe, Industrie und Landwirtschaft.


Tabelle: Regionale Herkunft der beglaubigten Unterschriften Bern erneuerbar

 

Weitere Auskünfte:
Rita Haudenschild, Grossrätin Grüne Kanton Bern, 078 623 18 23
Thomas Mathis, Greenpeace Regionalgruppe Bern, 079 288 75 61
Blaise Kropf, Präsident Grüne Kanton Bern, Tel. 079 263 47 68

 

Redebeiträge:

Rita Haudenschild

Thomas Mathis

Blaise Kropf